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HDMatthiessen

Dr. med. Hans Dieter Matthiessen

Facharzt für Orthopädie – Rheumatologie - Kinderorthopädie – Chirotherapie – Sportmedizin

DEGUM- und DGOOC Seminarleiter - Konsiliararzt am St. Johannes-Hospital Dortmund

  Ich freue mich über Ihren Besuch auf meiner Homepage und begrüße Sie recht herzlich.

 Meine praktisch - orthopädische Tätigkeit zuletzt vornehmlich als Kinderorthopäde in Coesfeld sowie meine Konsiliararztätigkeit im St. Johannes-Hospital Dortmund habe ich nach 56 Berufsjahren zum Jahreswechsel 2025/2026 beendet.

Meine 41 jährige orthopädische Konsiliararzttätigkeit im St. Johannes-Hospital Dortmund und insbesondere die Säuglingssonographie mit Einleitung konservativer Therapiemaßnahmen werde ich sehr vermissen weil die therapeutischen Erfolge gemessen an allgemeinen orthopädischen Erkrankungen allein durch eine Wachstumslenkung (giding-growth) euphorisch stimmende sehr gute Ergebnisse erbracht hat. So konnten auch eine Vielzahl von Operationen (offene Einstellungen nach hinkendem Laufbeginn, Acetabuloplastiken im Vorschulalter, Dreifachosteotomieen im jungen Ewachsenenalter (besonders bei Frauen) und spätere TEP-Versorgung bei Dysplasiecoxarthrosen eingespart werden.

Wenn unmittebar nach der Geburt bis spätestens zum 11. Lebenstag (U2) die dringend notwendige Ultraschalluntersuchung nach Graf durchgeführt würde, könnte selbst bei luxierten Hüftgelenken (Typ IIIa) mit einer schonenden Beugetherapie eine fast vollständige Ausheilung mit 91% bereits gegen Ende des 3. Lebensmonats erreicht werden. Alle Kinder mit Therapiebeginn zwischen dem 11. Tag und der 6. Woche erreichten nur 62% und diejenigen Kinder mit Therapiebeginn jenseits der 6. Woche nur noch 48% der erforderlichen knöchernen Pfannenentwicklung innerhalb der ersten 3 Monate (Mauricio de Pellegrin, Carlo Bonifacini / OUP 2016; 5 (7-8). Diese Kinder müssen wesentlich länger therapiert werden und der Ausgang ist nicht sicher vorauszusagen. Bei hinkendem Gangbild im beginnenden Laufalter muss wegen einer  inzwischen eingetretenen Hüftluxation eine Operation mit offener Einstellung des Hüftkopfes in die Hüftpfanne erfolgen, im Vorschulalter muss bei nicht ausreichend knöcherner Pfannenüberdachung eine Acetabuloplasik erfolgen. Bei verbleibender Hüftdysplasie können im jungen Erwachsenenalter besonders bei Mädchen Beschwerden z.B. bei sportlicher Belastung auftreten, die dann mit einer Dreifachbeckenosteotomie versorgt werden müssen. Hinzu kommen vornehmlich bei Frauen viele Dysplasiearthrosen, die häufig schon vor Vollendung des 50. Lebenjahres mit einer TEP versorgt werden müssen.

Das persönliche Leid dysplasiebetroffener Patienten mit schmerzhaftem, hüftentlastendem  Hinken einschließlich vieler notwendiger Operationen könnte in fast 90% der Fälle durch eine exakte Ultraschalluntersuchung nach der Geburt mit konsequenter konservativer Therapie vermieden werden. Etwa 10% aller Dysplasiefälle vornehmlich bei Frauen zeigen nach therapeutischen Bemühungen eine gute Nachverknöcherung des Pfannendaches. Leider ist der "Dysplasiefaktor" als "Vererbungsfaktor" während des weiteren eher proportional verlaufenden Größenwachstums  weiter aktiv, was dann letzlich zu einer Dysplasiepfanne führt. Operative Maßnahmen sind in diesen Fällen leider nicht zu vermeiden.

Die exakt ausgeführte sonographische Untersuchung nach Graf kann den Entwicklungszustand des Gelenkes direkt nach der Geburt sicher diagnostizieren!

Hüftdysplasien könnten mit konservativen Therapiemaßnahmen postpartal sofort behandelt werden!

Infolge der in den ersten 6 Lebenswochen sehr hohen "exponentiellen Verknöcherungsgeschwindigkeit" könnten selbst luxierte Typ IIIa - Gelenke in nur 3 Monaten vollständig ausheilen!

 

Viele Folgeuntersuchungen und vermeidbare Operationen könnten darüberhinaus vermieden werden und so auch die volkswirtschaftlich erhebliche Kostenbelastung  reduzieren!